Alle zwei Jahre sind die Mädchen- und Jugendriege gemeinsam auf der Reise. Dieses Jahr hatten sich leider nur 9 Mädchen und 2 (!) Knaben für die Teilnahme entschieden. Auf dem Bahnhof Oberi, wurden die Schlafsäcke Annina für den Transport abgeben. Begleitet von 6 Leiterinnen/Leiter ging es mit Bahn und Bus ins Toggenburg.

Klänge entdeckend von Wildhaus zur Alp Sellamatt
Während die "Grossen" in Krummenau die Wanderung starteten, blieben die "Kleinen", die sich für den Klangweg entschieden hatten, noch im Postauto sitzen, um in Wildhaus auszusteigen. Sogleich wurde das Bähnli entdeckt und voller Vorfreude liefen wir ihm entgegen. Sobald alle ein Billet hatten und die Kinder für die Wanderung einer Leiterin zugeteilt worden sind, wurde der Sessellift gestürmt. Oben angekommen, durften die Berggeissen auf dem Kinderspielplatz ausgiebige Massageeinheiten geniessen. Etwas widerwillig wurden dann die Rucksäcke gepackt und die Wanderschuhe richtig gebunden - dann ging es los. Der Kleinste sprintete voraus und entdeckte einen Klangposten nach dem anderen, von Klangschalen über eine Xylofon-Holzbrücke, bis hin zu Glockenstreichinstrumenten.
Als langsam erste Hungerrufe erklangen, stachen wir in Richtung See ab, wo ein gemütlicher Picknickplatz einlud, um den feinen, mitgebrachten Proviant zu verdrücken. Leider war es nicht sehr warm, so liessen wir das Badezeug in den Rucksäcken stecken. Sobald der Hunger gestillt war, gab es für jeden ein Aufmunterli und frisch gestärkt zog man weiter. Bald erreichten wir zahlreiche Klangpilze, wobei einige Kinder einen grossen Holzbären erklommen. Bald entdeckten wir zwei Klangvelos, wobei auch die eine oder andere Leiterin in die Pedalen trat. Dabei lernten wir, dass nicht unbedingt sehr fest gestrampelt werden muss, um schöne Klänge zu erzeugen, sondern dass Gefühl angesagt ist. Bei einigen Posten konnten durch Teamarbeit verschiedene Lieder gespielt werden, wie etwa "Bruder Jakob" oder "Gang rüef de Bruune". Und wenn wir einmal nicht an einem Posten beschäftigt waren, so wurden selber verschiedenste Lieder gesungen. Bevor wir uns den letzten Klangposten näherten, wurde noch der Spielplatz auf dem Iltios genutzt, dann nahmen wir die letzte Etappe bis zur Hütte in Angriff. Kurz vor dem Ziel erlaubten sich die Leiter noch einen Spass und liessen die Kinder zwischen zwei Hütten hin und her sprinten, bis jene herausfanden, welches die Richtige ist. Nachdem so die Energie (vermeintlich) aufgebraucht wurde, stellten alle fest, dass wir vor den "Grossen" das Lagerhaus erreicht hatten.

Sobald beide Gruppen wieder vereint waren, wurde der Ofen eingeheizt, die Zimmer bezogen, geduscht und bequeme Trainerhosen angezogen. Die Leiter fanden sich in der Küche wieder, um den Znacht vorzubereiten. Kurzerhand wurde ein Spaghettiplausch herbeigezaubert und mit grossem Appetit verschlungen, ohne dass auch nur ein einziges Spaghetti übrig blieb (man munkelt, Harry habe zu wenig Spaghetti gekocht, dabei hatten einige LeiterInnen als Folge der Teigwarenvernichtung einen übervollen Bauch…). Satt, müde und zufrieden schlüpften alle in ihre Schlafsäcke und bald schliefen wir ein.

Die imposanten Fälle der noch kleinen Thur
Am Sonntagmorgen in der Früh wurden alle Kinder wieder geweckt, Zmorge gegessen und die Hütte geputzt. Ein Teil des Gepäcks durfte wieder Annina mitgegeben werden, sodass wir auf der Wanderung weniger schwer zu tragen hatten. Dafür ein grosses Dankeschön!

Analog zum Vortag wurden zwei Gruppen gebildet, wobei dieses Mal die Thurfälle für die "Kleinen" auf dem Programm standen. Gemächlich ging es durch den Wald hinab über holprige Steinwege bis zur Talstation der Sellamattbahn. Dort wurden Wasserflaschen aufgefüllt und vereinzelt nasse Socken gewechselt. Trockenen Fusses ging es weiter dem Thurweg entlang bis zu den Thurfällen. Während dann die Meisten ihren Zmittag assen, konnten zwei besonders Neugierige nicht mehr warten und machten sich kurzerhand mit einer Leiterin auf, mit Taschenlampen ausgerüstet den Felsschacht zu erklimmen, um oben den Wasserfall zu bestaunen. Wieder bei den anderen angelangt, konnten auch sie noch Zmittag essen, kurz bevor es heftig zu regnen begann. Alle kramten den Regenschutz hervor und machten sich gemeinsam auf, den Wasserfall und die Höhle zu entdecken.
Auf dem Weiterweg hatten einige müde Beine und waren ein wenig erschöpft. Von der Anstrengung war aber auf dem Spielplatz nichts mehr zu sehen, plötzlich waren alle wieder bei Kräften! Nach dem Spielen, Schaukeln, Rutschen und Herumtoben durften alle im Restaurant ein heisses Getränk aussuchen. Anschliessend wurde unter anderem Mörderlis gespielt, bis das Postauto kam. Sofort kam die Müdigkeit wieder hoch. Wie war es wohl der anderen Gruppe in der Zwischenzeit ergangen? Die Frage konnte schon bald beantwortet werden, als der noch fehlende Teil in Starkenbach zustieg, um den Bahnhof Oberi wieder gemeinsam zu erreichen.
Lisa Schwarz/Ivana Schneeberger

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